Main-Echo 12.10.2011: Ein Halleluja auf die Concordia

Festkonzert: Großostheimer Gesangverein feiert 125. Geburtstag in der Bachgauhalle – Mömlinger Spitzenchor zu Gast

Großostheim. Golden glänzte die Bühne der Großostheimer Bachgauhalle – ein feierlicher Rahmen für die Geburtstagsfeier des ältesten Vereins im Bachgau: Der Gesangverein Concordia ist nun 125 Jahre alt. Und so wurde denn auch beim Festkonzert gesanglich jubiliert. Ein „Halleluja“ hatten alle Interpreten im Repertoire.

Was als Männerchor begann, hat sich zu einem gemischten Chor mit rund 60 Akteuren entwickelt. Chor-Direktor Klaus Georg Müller hat den Umbruch mitgestaltet und das Ensemble seit über 30 Jahren geformt. Seit elf Jahren dirigiert er den gemischten Chor. Daneben hat er sich mit dem Vocalensemble Mömlingen noch ein Männerreservat geschaffen, das Concordia-Vorsitzende Birgit Rollmann als „Bayern München der Chormusik“ bezeichnete, denn bundesweit gehöre das Ensemble seit Jahren zur Spitze. Das stellte es bei dem Jubelkonzert eindrucksvoll unter Beweis. Müller verstand es, aus dem Volkslied „Die Wanderschaft“ einen humorvollen Vortrag zu zaubern: „Das Wandern ist eben des Müllers Lust.“ Aber auch bei „Abschied“ von Mathieu Neumann hörten die Zuhörer einen „Sturm“ durch die Halle rauschen, der bei der „Morgendämmerung am Meer“ von Hugo Alfven nahtlos in sanfte, romantische Klänge überging. Das Mömlinger Ensemble um Müller glänzte zudem mit seinen hervorragenden Solisten.

Besinnlich und festlich begann der Jubilar den Abend mit dem „Ave Maria“ von Jakob Arcadelt und freute sich beim „Halleluja“ von Leonard Cohen über seine lange Tradition. „Auf den Flügeln des Gesanges“ von Felix Mendelssohn Bartholdy schwebte die Sopranistin Gisela Zellmann von „Belcanto Linsengericht„, die am Klavier von Stanislaw Rosenberg begleitet wurde. Mit dem Chor Joysonic unter der Leitung von Marion Keller will die Concordia auch Jüngere für den Chorgesang gewinnen. Das Vorhaben scheint zu gelingen: Eindrucksvoll präsenterte der Chor sein Repertoire aus Jazz, Spirituals und Gospel. Die 30 Frauen und drei Männer (man sucht noch Männer – Proben sind immer dienstags) sprühten vor Begeisterung.

Bei „It’s Raining Men“ gab es erneut ein „Halleluja“ und auch die Zuhörer klatschten enthusiastisch mit. In die Wildwest-Romantik hatte man sich mit „After the Goldrush“ von Neil Young begeben. Beim „Browneyed Girl“ überzeugte Keller auch als Sängerin.

Der Großostheimer Jubiläumschor zeigte zum Abschluss sein gewaltiges Stimmvolumen, das Dank der guten Akustik in der Bachgauhalle voll zum Tragen kam.

„You are the new day“ von Peter Knight war die ideale Komposition dafür. Ein besonderer Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt aller Interpreten zum Finale. „Halleluja“ und donnernder Applaus. Bernd Hilla  (Main-Echo 12.10.2011)

 

125 Jahre Concordia

125 Jahre Concordia – Konzert zum Jubiläum

125 Jahre Concordia

Das Konzert am 8. Oktober 2011  bildet den feierlichen Abschluss zum 125jährigen Bestehen des Gesangvereins Concordia.

 

Der Gemischte Chor der Concordia sowie der 2009 gegründete zweite Chor des Vereins Joysonic werden den Rahmen des Konzerts bilden. Als Gäste konnten das Vocalensemble Mömlingen – u. a. Sieger beim Deutschen Chorwettbewerb 2002 –  sowie die Sopranistin Gisela Zellmann verpflichtet werden.

 

Main-Echo 02.06.2011: Erfolg für Großostheimer Chor

Erfolg für den Gesangverein Concordia Großostheim beim Volkslieder-Wertungssingen in Rothenberg bei Heidelberg: In der Klasse G1 (ab 50 Sängerinnen und Sänger) erreichte der gemischte Chor unter Leitung von Klaus G. Mueller laut Mitteilung des Vereins Platz zwei.

Der Chor erhielt 23,0 Punkte und ein Diplom in Gold. Der erste Platz ging mit 23,42 Punkten an den Volkschor Birkenau (Kreis Bergstraße). Damit hat der Großostheimer Verein im Jahr seines 125-jährigen Bestehens nach eigenen Angaben die beste Wettkampfleistung seit Jahren abgeliefert.

In Rothenberg bildeten die Musikwissenschaftler Professor Michael Schmoll und Axel Pfeiffer die Jury. Die Bewertung erfolgte auf einer Skala von 1 bis 25 Punkten. Für das „Diplom in Gold“ (mit hervorragendem Erfolg teilgenommen) mussten Chöre mindestens 22 Punkte erreichen. Von den 56 teilnehmenden Formationen nahmen 19 diese Hürde, 7 wurden mit 23 Punkten bewertet.

Die Liedvorträge der Großostheimer wurden wie folgt bewertet: „You Are The New Day“ (Peter Knight) 23,25 Punkte, „Shenandoah“ (James Erb) 23,25 Punkte, „Java Jive“ (Kirby Shaw) 22,5 Punkte. red (Main-Echo 02.06.2011)

„Diplom in Gold“ zum 125. Geburtstag

Der Gemischte Chor ersang sich beim Chorwettstreit

in Rothenberg einen hervorragenden 2. Platz!

Sehr erfolgreich nahm unser Gemischter Chor am 29. Mai 2011 beim Volksliederwertungssingen  des Männergesangverein 1911 Rothenberg  e.V., das dieser aus Anlass seines 100jährigen Jubiläums durchführte, teil.

In der Klasse G1 (ab 50 Sänger/innen) erreichten wir  fantastische 23,00  Punkte und erhielten aufgrund der hohen Punktzahl  ein „Diplom in Gold“. Wir erzielten mit dieser Wertung einen hervorragenden 2.  Platz und mussten uns nur dem in der gleichen Klasse angetretenen Volkschor Birkenau 1912 e.V. geschlagen geben. Die Birkenauer ersangen  sich  ebenfalls ein „Diplom in Gold“ und lagen nur knappe 0,42 Punkte vor der Concordia auf Platz 1.

 

Die Liedvorträge wurden wie folgt bewertet:

„You are the new day“ (Peter Knight) 23,25 Punkte

„Shenandoah“ (James Erb)  23,25 Punkte

„Java Jive“ (Kirby Shaw) 22,5 Punkte.

 

 

 

 

Main-Echo 08.04.2011: Gesangverein Concordia: Neue Stimmen dank „Joysonic“

Hauptversammlung: Birgit Rollmann bleibt Vorsitzende

Einstimmig haben die Mitglieder der Großostheimer Concordia ihre gesamte Vereinsführung bestätigt. Damit steht weiterhin Birgit Rollmann für weitere zwei Jahre als Vorsitzende an der Spitze des Gesangvereins.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Dieter Frohmader zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Kassenführung bleibt in den Händen von Steffen Schwartze, Sonja Lüders übt weiterhin das Amt der Schriftführerin aus. Dem Beirat gehören Andrea Stehr, Jürgen Dippert, Hugo Metz und Vizedirigent Toni Ludwig an. Zeugwart bleibt Erich Bickert, Notenwartin Martina Stadler. Die Vereinsfahne wird weiterhin von Helmut Hotz, Alfons Eichelsbacher und Jürgen Göth getragen. Für den neuen Chor „Joysonic“ wurde erstmals eine eigene Vertretung gewählt, das Amt übernimmt Hlde Frohmader.

Birgit Rollmann ließ die Ereignisse des Jahres 2010 Revue passieren. Der Verein habe aktuell 207 Mitglieder, dies seien 43 mehr als Ende 2009. Das sei dem jungen Chor „Joysonic“ zu verdanken. Der gemischte Chor ist 61 Sänger stark, „Joysonic“ hat 46 Mitsänger. Der Verein besitzt 100 fördernde Mitglieder. Ein aktiver Sänger verstarb im Jahr 2010, ein förderndes Mitglied ist ausgetreten.

Der gemischte Chor absolvierte 14 Gesangsauftritte, hinzu kommen die beiden Faschingssitzungen und die Alpenchörli-Tour mit Gottesdienstgestaltung und Kirchenkonzert. „Joysonic“ hatte zwei Auftritte, 2011 werden es vermutlich mehr. Die in zweijährigem Rhythmus stattfindende Chorreise führte 2010 nach Dresden.

Der Kassenführer Steffen Schwartze legte Zeugnis über die Ein- und Ausgaben des Vereins ab. Vor allem die Investitionen in den jungen Chor „Joysonic“ hätten sich gelohnt. Um die Kosten zu decken, werde auch weiterhin das etablierte Kartoffelfest veranstaltet, auch die Faschingssitzungen seien eine profitable Angelegenheit.

2011 feiert die Concordia ihr 125jähriges Bestehen. Einen Ehrenabend hat der Verein bereits Ende März ausgerichtet, als nächster Termin steht ein Gesangswettstreit in Rothenberg an. Als großes Ereignis im Herbst ist das Jubiläumskonzert in der Bachgauhalle am 8. Oktober geplant; mindestens ebenso festlich soll am 4. Dezember das Weihnachtskonzert in Maria Himmelfahrt werden. red (Main-Echo 08.04.2011)

Main-Echo 21.02.2011: Für den Frohsinn nie zu alt Jubiläum: Faschingssitzung des Gesangvereins Concordia Großostheim im Pfarrheim – Gaudi im 125. Jubiläumsjahr

 

Zweimal ausverkauftes Haus meldete der Gesangverein »Concordia« Großostheim im herrlich dekorierten Pfarrheim am Dellweg. Im Jubiläumsjahr – die Sänger feiern das 125-jährige Bestehen – ließen sich die prächtig aufgelegten Besucher in der kurzweiligen Narrenschau nicht lange bitten, verbreiteten von Beginn an eine ausgelassene Stimmung, die nicht mehr zu toppen war.

Sitzungspräsident Manfred Diel mit seinen Komiteemitgliedern Doris Schwartze, Birgit Rollmann, Jürgen Dipperd und Thomas Göth lenkte das Narrenschiff souverän durch die schäumenden Wogen.
Bei geschliffenen Büttenreden, gekonnten Tanz- und Gesangsdarbietungen und Schunkeleinlagen vergaßen die Jecken schnell die Sorgen des Alltags. Immer wieder schallte es »Oustem helau« durch die Narrhalla. Die Marktgemeinde war am Wochenende fest in der Hand der Anhänger von Gott Jokus. Frohsinn, Spaß und Heiterkeit feierten Triumphe.
Einen schwungvollen Auftakt der mehr als fünf Stunden langen Gaudi inszenierte die Jugendgarde des Wenigumstädter Turnvereins. Trainerin Kerstin Trillinger hatte den sieben Mädels einiges beigebracht. Mit viel Applaus belohnten die Besucher die Akteure auf der Bühne.
Auch die »All Stars« vom selben Verein (Leitung Liana Knecht) brillierten mit »Dirty Dancing«, begleitet vom rhythmischen Klatschen der Zuhörer. Das Frauenballett (Einstudierung Sonja Lüders) heizte mit einer Abba-Nummer vor allem den Männern so richtig ein.
Genau hingeguckt hatten die Oustemer Bänkelsänger Gerhard Müller, Reinhard Klug und Robert Morhart, was sich so alles im vergangenen Jahr ereignete. Bei den humoristischen Attacken auf die »Pläumer« (Pflaumheimer) Nachbarn gab es kein Halten mehr.
Der Ortsteil von Großostheim liege als »Gazastreifen« zwischen Wilschenumscht (Wenigumstadt) und Oustem. Das Trio wunderte sich auch darüber, dass die Marktgemeinde in der Winterzeit die glatten Ortsstraßen nicht gestreut, dafür aber die Fahrradwege geräumt hatte. Denkmalpflege sei in Oustem ein Fremdwort.
Der Besuch von zwei Wildschweinen im Aldi-Markt durfte in der närrischen Jahreschronik nicht fehlen. Auch der Bundesverteidigungsminister bekam wegen der jüngsten Ereignisse sein Fett weg: »Er ist auch gut gebaut, ein winzig, kleiner Makel: Er hat geklaut!« Köstlichen Kokolores servierte Daniel Fink.
In der Bütt wechselte ein Höhepunkt den anderen ab. Den Anfang machte der zwölf Jahre alte Markus Göth, der viel Mutterwitz verriet. Als »Oma Emma bei den Punkern« startete Johanna Kehrer einen Generalangriff auf die Lachmuskeln der Fasenachter. Da blieb kein Auge trocken.
Allerlei Grobheiten warfen sich die Eheleute Erna und Werner Neumann an den Kopf (sie sind auch im wirklichen Leben ein Ehepaar). Am Anfang ihres deftigen Streitgesprächs weit auseinander, waren sie am Ende eng beieinander und wieder versöhnt.
Deftiger Schlagabtausch
Keine Unbekannten in der Bütt sind Patricia und Eberhard Rausch. Sie begeisterte mit ihren Erinnerungen als ehemaliges Tanzmariechen, er als bedauernswerter Kurgast. Mit todernstem Gesicht bedauerte Elisabeth Jörg ihr Dasein als Frau in den Wechseljahren und den Alterungsprozess. Ihre Feststellung: »Die Runzeln sind immens, ich mache dem Truthahn Konkurrenz« war aber doch etwas übertrieben. Sie erntete tosenden Beifall. Zum Lachen ist man nie zu alt.
Zu später Stunde wurde es noch einmal mucksmäuschenstill im Saal, als Pfarrer Uwe Nimbler seinen Auftritt hatte. Der wortgewandte Gottesmann, kein Kind von Traurigkeit, glossierte unter anderem die Politik und das große Interesse bei zweifelhaften Sendungen in der Glotze. Sein Kommentar: »Wie blöd kann ein Fernsehvolk nur sein, mein lieber Herr Gesangverein. Die echten Stars, das ist doch fein, die findet man im Concordia-Gesangverein!«
Der Chor und das Männerballett des Veranstalters vervollständigten das anspruchsvolle Programm. Das Finale vereinte alle Künstler auf der Bühne. Alleinunterhalter Wolfgang Böhnlein füllte die Pausen aus und spielte später zum Tanz auf. Tilo Winter sorgte für den guten Ton. Wolfgang Schwarzkopf (Main-Echo, 21.02.2011)

Main-Echo 29.03.2011: Seit 125 Jahren »belebendes Element« im Ort Jubiläum: Gesangverein Concordia Großostheim ehrt fleißige Sänger – Zwei neue Ehrenmitglieder ernannt

 


Dass ein akademischer Abend kurzweilig sein kann, hat der Gesangverein Concordia Großostheim bewiesen, der in diesem Jahr 125 Jahre alt wird. Verdiente Mitglieder standen im Mittelpunkt der Feier am Samstag im Pfarrheim. Erich Linke und Thomas Göth wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Beide sind seit 1980 aktiv bei der Concordia, Linke als Sänger im Bass und Göth im Tenor. Von 1993 bis 2005 war Linke auch Vorsitzender. Noch heute entlaste er den Vorstand und kümmere sich um die Mitgliederverwaltung, sagte Vorsitzende Birgit Rollmann. Sie bescheinigte Göth, der seit 22 Jahren Kassier ist, einen umsichtigen Umgang mit Geld. Ihm verdanke der Verein, dass er »auf soliden finanziellen Füßen« stehe.
Stimmgewaltig seit 60 Jahren
Hella Lang, Vorsitzende des Sängerkreises Aschaffenburg, zeichnete langjährige Aktive aus. »Sensationell« nannte sie die Leistung von Thomas Höfling, Klaus Rollmann und Ina Lang. Sie alle sind seit 60 Jahren dem Chorgesang treu. Seit 50 Jahren bei der Concordia aktiv ist Toni Ludwig. Werner Neumann, Rita Metz und Rita Spinczyk singen seit 40 Jahren. Jürgen Göth bringt es auf 25 Jahre. Die geehrten Sängerinnen wirkten vor der Gründung des gemischten Concordia-Chors 2000 in anderen Chören mit.
Für langjährige Mitgliedschaft wurden vom Verein geehrt: Günther Frankenberger, Walter Höfling, Hans Luber und Herbert Sommer (60 Jahre), Toni und Willi Ludwig sowie Ernst Wolf (50 Jahre), Jürgen Becker, Peter Schwab und Wolfgang Steigerwald (40 Jahre) sowie Werner Fäth, Jürgen Göth, Claudia Ludwig und Ingeborg Sandmeier (25 Jahre).
»Grundlage des Denkens«
Die Sängerkreis-Vorsitzende bezeichnete die Musik »als Grundlage für das Denken«. Wer heute nur noch Sprache und Mathematik wichtig nehme und dabei die Musik vernachlässige, lasse Entscheidendes wegfallen, meinte Lang. Sie erinnerte an den Fund des bislang ältesten Musikinstruments der Welt, einer 40 000 Jahre alten Knochenflöte, im Jahr 2009 in der schwäbischen Alb. »Ich bin überzeugt davon, es wurde erst musiziert«, sagte Lang. Erst danach hätten sich geistige Errungenschaften wie Philosophie, Schreiben und Mathematik entwickelt.
Die Rednerin blickte auch zurück ins 19. Jahrhundert, in die Gründungszeit der ersten Chöre in Deutschland. »Hoch politische Zirkel« seien das gewesen, von Staats wegen streng beäugt als mögliche »Revoluzzer«. Sich »Concordia« zu nennen, hätte sich um 1810 noch kein Gesangverein getraut, sagte Lang. Im Gründungsjahr der Großostheimer Concordia 1886, als die deutschen Länder längst vereint waren, sei dann aber nichts mehr Unrechtes am lateinischen Wort für Einigkeit gefunden worden.
Hoher Anspruch
Martina Denk, die stellvertretende Vorsitzende des Maintal-Sängerbunds, überreichte eine von Henning Scherf, dem Präsidenten des Deutschen Chorverbands, unterzeichnete Ehrenurkunde. Die Rednerin lobte die positiven Auswirkungen des Singens auf die Gesundheit »als Lebenselixier ganz ohne Rezept und Praxisgebühr« sowie auf dem Gebiet der Bildung.
Ein dickes Lob hatte Denk für Chorleiter Klaus Georg Müller dabei, der seit 31 Jahren mit der Concordia arbeitet. Müller verlange sehr viel von den Sängerinnen und Sängern, sagte Denk. Schon Vorsitzende Rollmann hatte in ihrer Festrede von der »Leistungsorientiertheit« des Chorleiters und den daraus resultierenden »beachtlichen Erfolgen« gesprochen – was der Geselligkeit aber keinen Abbruch tue.
Bürgermeister Hans Klug bezeichnete den Jubiläumsverein als »Bereicherung« und »ungemein bildendes und belebendes Element« im Ort. Klug hatte ein »kleines Kuvert mit Blüten« dabei, ebenso wie Dieter Mühlhans, Vorsitzender des Vereinsrings für Großostheim und Ringheim, Werner Wolz, der Vorsitzende des Patenvereins Sängervereinigung Pflaumheim, und die stellvertretende Landrätin Andrea Lindholz, die der Concordia viele neue Mitglieder wünschte. Gottes Segen überbrachte der evangelische Pfarrer Thilo Walz. Sein katholischer Amtsbruder, Dekan Uwe Nimbler, hatte den vorangegangenen Festgottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt zelebriert.
Die Gestaltung übernahm das Streicherquartett der Musikschule Großostheim mit Stephanie Albert, Stephanie Nonnweiler, Franziska und Magdalena Hohm unter der Leitung von Cordula Wildenhain. Natürlich gaben auch der gemischte Chor und der 2009 gegründete junge Chor Joysonic Kostproben ihres Könnens – die schon gespannt machten auf das große Jubiläumskonzert am 8. Oktober in der Bachgauhalle. Melanie Pollinger (Main-Echo, 29.03.2011)

Treue Sänger und verdiente Mitglieder hat der Gesangverein Concordia Großostheim geehrt: (von links) Toni Ludwig, Steffen Schwartze, Rita Spinczyk, Hans Luber, Rita Metz, Walter Höfling, Werner Neumann, Norbert Höfling, stellvertretender Vorsitzender Dieter Frohmader, Klaus Rollmann, Erich Linke, Herbert Sommer, Vorsitzende Birgit Rollmann, Thomas Göth, Jürgen Göth und Ernst Wolf. Foto: Melanie Pollinger

Birgit Rollmann bleibt an der Spitze der Concordia

Beim Gesangverein Concordia Großostheim standen dieses Jahr Neuwahlen an. Auf der Mitgliederversammlung wurde die gesamte Vereinsführung einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Birgit Rollmann führt als 1. Vorsitzende den Verein für weitere 2 Jahre. Ihr Stellvertreter ist Dieter Frohmader. Die Kassenführung bleibt in den Händen von Steffen Schwartze, Sonja Lüders übt weiterhin das Amt der Schriftführerin aus. Dem Beirat gehören folgende Personen an: Andrea Stehr, Jürgen Dippert, Hugo Metz und Vizedirigent Toni Ludwig. Zeugwart bleibt Erich Bickert und Notenwart Martina Stadler. Die Vereinsfahne wird weiterhin von Helmut Hotz, Alfons Eichelsbacher und Jürgen Göth getragen. Für den neuen Chor „Joysonic“ wurde erstmal eine eigene Vertretung gewählt, die Inhaberin dieses neuen Amtes ist Hilde Frohmader.

Birgit Rollmann ließ in ihrem Jahresbericht die Ereignisse des Jahres 2010 Revue passieren. Der Verein habe einen aktuellen Mitgliederstand von 207, dies seien 43 mehr als per 31.12.09. Das ist dem jungen Chor Joysonic zu verdanken. Der gemischte Chor ist 61 Sänger stark, Joysonic 46. Der Verein besitzt 100 fördernde Mitglieder. Ein aktiver Sänger verstarb im Jahre 2010, ein förderndes Mitglied sei ausgetreten.

2010 fand eine Mitgliederversammlung und 9 Vereinsführungssitzungen statt. Die Vereinsführung gratulierte 28 x zu Jubiläen und sang 6 x Ständchen für aktive Sänger.

Der gemischte Chor absolvierte 14 Gesangsauftritte, hinzu kommen die beiden Faschingssitzungen und die Alpenchörli-Tour mit Gottesdienstgestaltung und Kirchenkonzert. Joysonic habe zwei Auftritte gehabt, aber die Einladungen für 2011 zeigen, dass die ruhigen Zeiten unwiderruflich vorbei seien. Die in zweijährigem Rhythmus stattfindende Chorreise habe 2010 nach Dresden geführt, mit Singen in der Frauenkirche, Semperoper, Konzert in Bad Schandau und einer Gottesdienstgestaltung in der Hofkirche. Insgesamt liege ein ereignis- und abwechslungsreiches Jahr hinter der Concordia, resümierte die 1. Vorsitzende.

Der Kassenführer Steffen Schwartze legte detailliert Zeugnis über die Ein- und Ausgaben des Vereins ab. Vor allem die Investitionen in den jungen Chor „Joysonic“ hätten sich gelohnt. Um die Kosten zu decken, werde auch weiterhin das gut etablierte Kartoffelfest veranstaltet, auch die 2 Faschingssitzungen seien eine profitable Angelegenheit.

2011 feiert der Gesangverein Concordia sein 125jähriges Jubiläum. Ein Ehrenabend hat bereits am 26.03.11 stattgefunden, als nächster der Termin steht ein Gesangwettstreit in Rothenberg an, bei dem sich die Concordia einmal mehr den gestrengen Ohren einer fachkundigen Jury und einer ernstzunehmenden Konkurrenz stellt. Als großer Event im Herbst ist das Jubiläumskonzert in der Bachgau-Halle am 8. Oktober geplant, sowie das Weihnachtnachtskonzert in Maria Himmelfahrt am 4. Dezember.

125 Jahre Gesangverein Concordia – Ehrenabend

Mit einem Festgottesdienst in der Kirche Maria Himmelfahrt und anschließendem Ehrenabend im Pfarrheim feierte der Gesangverein Concordia Großostheim 1886 e.V. Großostheim am Samstag, den 26.03.11 sein 125jähriges Vereinsjubiläum.

Der Gesangverein Concordia wurde im Jahr 1886 gegründet und ist somit der älteste eingetragene Verein Großostheims.

Das Singen im Verein, damals ausschließlich Männersache, wie die 1. Vorsitzende Birgit Rollmann in ihrer Eröffnungsrede betonte, kam in dieser Zeit in Mode und die Concordia etablierte sich schnell in Großostheim. Allerdings kam der erste schwere Einschnitt mit dem 1. Weltkrieg und den nachfolgenden Jahren der bitteren Not, die ein Vereinsleben nicht zuließen und erst im Jahr 1925 ließen einige junge Männer den Verein wieder aufleben.

1928 erfolgte der Beitritt zum Maintal-Sängerbund und die Concordia nahm einen neuen Aufschwung, bis der Gesang und das Vereinsleben abermals dem Weltgeschehen zum Opfer fielen. Mit Heimkehr der Sänger aus dem 2. Weltkrieg wurden sofort Anstrengungen unternommen, den Verein wieder auf die Beine zu stellen und bald entwickelte er sich zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben Großostheims. Sogar einen Spielmannszug, aus dem sich später ein Blasorchester entwickelte, und eine Faschingsabteilung gab es.

Unter dem Vorsitz von Alfred Dill, der das Amt des 1. Vorsitzenden 25 Jahre bekleidete, blühte der Verein weiter auf.

Mit der Verpflichtung von Chordirektor Klaus Georg Müller im Jahr 1980 begann eine neue Ära des Singens, nämlich der leistungsorientierte Chorgesang mit hohem Anspruch.

Im Jahr 1983 kam es unter der Vorstandschaft von Roland Becker zur Gründung eines Frauenchores, dessen Leitung Klaus Georg Müller ebenfalls übernahm und der bereits im Juni 1984 seinen ersten Sieg bei einem Sängerwettstreit erringen konnte.
An diese Erfolge konnte der im Jahr 2000 aus Männer- und Frauenchor zusammengelegte gemischte Chor nahtlos anknüpfen.

Die Zukunft der Concordia heißt „Joysonic“. Eine begabte, hoch motivierte und sympathische Truppe unter der Leitung von Marion Keller und Johannes Kraiß, die hauptsächlich Pop- und Jazz singt und sich in kürzester Zeit prächtig entwickelt hat.

Im Verlauf des Ehrenabends wurden auch langjährige Vereinsmitglieder sowie aktive Sänger geehrt.

Die 1. Vorsitzende Birgit Rollmann, ihr Stellvertreter Dieter Frohmader und Kassier Steffen Schwartze freuten sich sehr, die Sänger Jürgen Göth für 25 Jahre, Toni Ludwig und Ernst Wolf für 50 Jahre und Walter Höfling, Hans Luber und Herbert Sommer für 60 Jahre Mitgliedschaft ehren zu dürfen.

Höhepunkt des Abends war die Ernennung zweier neuer Ehrenmitglieder. Erich Linke führte die Concordia 12 Jahre lang und entlastet auch heute noch die Vorstandschaft, in dem er sich um die Mitgliederverwaltung kümmert. Thomas Göth war 22 Jahre Kassier und hat durch sein umsichtiges Verwalten der Gelder zur gesunden Finanzlage des Vereins beigetragen.

Die stellvertretende Vorsitzende des Maintal-Sängerbundes, Martina Denk, überreichte der 1. Vorsitzenden nach ihrer Laudatio die Ehrenurkunde des MSB.

Im Anschluß ehrte Hella Lang vom Sängerkreis Aschaffenburg die langjährigen aktiven Sänger. Es wurden geehrt: Jürgen Göth für 25 Jahre, Werner Neumann, Rita Metz und Rita Spinczyk für 40 Jahre, Toni Ludwig für 50 Jahre, Norbert Höfling, Klaus Rollmann für 60 Jahre aktives Singen. Ebenfalls für 60 Jahre aktives Singen wäre Ina Lang geehrt worden, die leider aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte.

Die Grußworte wurden gesprochen von Andrea Lindholz, stellvertretende Landrätin des Landkreises Aschaffenburg, Bürgermeister Hans Klug, Dieter Mühlhans vom Vereinsring Großostheim, Werner Wolz 1. Vorsitzender der Sängervereinigung Pflaumheim und Pfarrer Thilo Walz. Pfarrer Uwe Nimbler hatte dem Verein bereits im Festgottesdienst seine Glückwünsche ausgesprochen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Streicherquartett der Musikschule Großostheim unter Leitung von Cordula Wildenhain, dem gemischten Chor und Joysonic.

Anschließend wurde noch im Foyer des Pfarrheims in entspannter Atmosphäre und anregenden Gesprächen gefeiert.

30 Jahre – vergangen wie im Flug!

Im Jahre 2010 feierte unser Chorleiter, Klaus G. Mueller, sein 30jähriges Jubiläum als Chorleiter der Concordia. Er erhielt seine Ausbildung am Dalberg-Musikgymnasium in Aschaffenburg. Nach dem Abitur studierte er Musik (Gesang, Klavier) und Germanistik an der Universität Frankfurt am Main. Seit dem Staatsexamen arbeitet er als Lehrer, Chorleiter, Dozent und Stimmbildner.

Seit er im Februar 1980 mit der Leitung des Männerchores der Concordia beauftragt wurde,  wandelte sich dieser  von einer  Truppe, die  gemütliches Feierabendsingen pflegte, zum leistungsorientierten Chor  mit hohem sängerischen Anspruch.  Dies war für den einen oder anderen alt gedienten Sänger mit Sicherheit eine äußerst gewöhnungsbedürftige Situation. Aber zum Glück für die Concordia setzte sich Klaus G. Mueller mit seinem Anspruchsdenken durch und führte den Verein zu einer ganzen Reihe beachtlicher  Erfolge.

Im Jahre 1983 kam es zur Gründung des Frauenchores, dessen Leitung er ebenfalls übernahm und der bereits im Juni 1984 seinen ersten Sieg  bei einem Sängerwettstreit  verbuchen konnte.

Diese Erfolge, an die auch der im Jahr 2000 aus Männer- und Frauenchor gegründete gemischte Chor anknüpfen konnte, basieren auf intensiver Stimmbildung, also der Basisarbeit, ohne die kein vernünftiges Singen möglich ist, sowie akribischem Arbeiten beim Einstudieren neuer Lieder. Es wird auch an kleinsten  Details so lange gefeilt, bis der Chorleiter zufrieden ist.

Nicht unerwähnt darf bleiben, dass unsere Chorproben aufgrund des Humors, Schlagfertigkeit und Wortwitzes unseres Dirigenten bei allem Leistungsstreben doch einen hohen Unterhaltungswert haben und bei uns oft und herzhaft gelacht wird.

Wir Concordianer wünschen uns, dass sich diese erfolgreiche Zusammenarbeit noch sehr lange fortsetzt!